Torball / Kennen - Lernen 2018

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15. Apr. 2018

"Torball / Kennen - Lernen" für Jugendliche

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Erfolgreicher Torball-Workshop in Hannover

Hannover: Am vergangenen Donnerstag und Freitag (12./13.04.18) lud die Abteilung Torball im DBS e. V. in Kooperation mit der DBS-J und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu einem Torball-Workshop für Jugendliche nach Hannover in das Landesbildungszentrum für Blinde ein. Die zweitägige Veranstaltung wurde vor Ort vom Jugendwart der Abteilung Torball im DBS e. V., Martin Beck, organisiert.

Die Teilnehmer reisten nahezu aus dem gesamten Bundesgebiet in die niedersächsische Landeshauptstadt an. So trafen sich Schüler, Lehrer und Betreuer aus Berlin (Johann-August-Zeune-Schule), Dortmund (Martin-Bartels-Schule), Düsseldorf (Karl-Tietenberg-Schule), Frankfurt (Hermann- Herzog-Schule), Friedberg (Johann-Peter-Schäfer-Schule) sowie Hannover (Franz-Mersi-Schule) zum sportlichen Miteinander.

Torballneulinge" und "erfahrene" Spieler

Nach einem ersten Kennenlernen und der offiziellen Begrüßung durch Martin Beck und den Abteilungsvorsitzenden der Abteilung Torball im DBS e. V., Jürgen Becker, ging es an die "Arbeit".

Da sich in Hannover Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren versammelten, von denen ein Teil noch gar keine Torballerfahrung aufweisen konnte, gab es zu Beginn eine umfangreiche Einweisung für die "Frischlinge". Hierfür konnte Martin Beck den Jugendtorballtrainer der BSG Langenhagen, Mark Saß gewinnen. Unterstützt wurde er dabei von Ralf Thurm (Cheftrainer Torball-Nationalmannschaft) sowie Ramona Ernst (Co-Trainerin Torball-Nationalmannschaft). Im Anschluss daran wurde das Torballfeld für die Jugendlichen freigegeben.

Neben den Torball-Neulingen waren in Hannover auch ältere Jugendliche am Start, die zum Teil schon Erfahrungen in der Torball-Bundesliga gesammelt hatten. Gemeinsam mit den "erfahrenen" Spielern konnten jetzt die Torball-"Frischlinge" zeigen, was sie von den einweisenden Worten von Jugendtrainer Saß mitgenommen hatten. Ein gemeinsames Abendessen beendete den ersten Tag des Workshops.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am zweiten Lehrgangstag bekamen die Schüler die Möglichkeit in einem sportlichen Vergleich zu zeigen, was sie von den theoretischen und praktischen Inhalten des Vortags herüber retten konnten. Hier zeigten sich die Schüler der Frankfurter Hermann-Herzog-Schule am treffsichersten und landeten in der Endabrechnung ganz vorne, gefolgt von ihren Kollegen aus Düsseldorf, Berlin und Friedberg.

Landespolitik erkennt Wert des Torballsports für soziale Belange

Jugendwart Martin Beck konnte den Abgeordneten und Schriftführer des niedersächsischen Landtages, Rainer Fredermann (CDU), als Schirmherr für den zweitägigen Torball-Workshop gewinnen. Fredermann, der den Wahlkreis Langenhagen im Landtag vertritt, ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung persönlich zu besuchen. Am Freitagvormittag wohnte der Landespolitiker mehr als eine Stunde dem torballerischen Treiben in der Sporthalle des Landesblindenzentrums in Hannover bei.

"Seinerzeit habe ich mich als Jugendwart in den Abteilungsvorstand der Abteilung Torball im DBS e. V. wählen lassen, um die Situation für Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die Teilnahme und Teilhabe an Veranstaltungen wie diesen Torball-Workshop zu verbessern. Trotz aller Widerstände, die mir bei dieser Arbeit von politischer Seite begegnen, zeigen mir diese beiden Tage, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ganz besonders freue ich mich, dass ich in Rainer Fredermann einen Partner gefunden habe, der mich bei dieser Arbeit unterstützt und immer ein offenes Ohr für dieses Thema hat." freut sich Martin Beck über den Besuch Fredermanns.

"Weiterer Schritt in die richtige Richtung"

Auch der Abteilungsvorsitzende der Abteilung Torball im DBS e.V., Jürgen Becker, zieht eine positive Bilanz der beiden Tage in Hannover: "Zuerst einmal geht ein herzlicher Dank an Martin Beck und sein Team! Die Veranstaltung war, wie auch schon in den beiden vorangegangenen Jahren, wieder hervorragend organisiert. Ein weiteres Dankeschön geht vor allem auch an die Lehrkräfte und Betreuer, die hier mit in Hannover waren und durch ihr tolles Engagement mit zum Gelingen des Workshops beigetragen haben. Wir sind vor zwei Jahren mit drei Schulen aus zwei Bundesländern gestartet. Jetzt haben sechs Schulen aus vier Bundesländern teil genommen. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg."

"Dieser Workshop hat ebenfalls bewiesen, dass der Sport, insbesondere für Menschen mit Behinderung, über alle gesundheitlichen Aspekte hinaus auch noch in den sozial-gesellschaftlichen Bereich wirken kann. Wir hatten in Hannover Teilnehmer im Alter zwischen neun und 17 Jahren. Einige Jugendliche hatten hier zum ersten Mal Kontakt mit dem Torballsport, andere spielen in ihren Vereinen schon teilweise seit einigen Jahren. Alle Teilnehmer sind sich sowohl beim Sport als auch außerhalb der sportlichen Aktivitäten mit Rücksicht und Respekt begegnet. Das beweist, dass die Teamsportart Torball ein hervorragendes Instrument ist, den Jugendlichen über den Sport hinaus einen fairen Umgang miteinander zu vermitteln. Auch unter diesem Aspekt sehe ich diese beiden Tage als äußerst erfolgreich an. Ich würde mich freuen, wenn das auch die Sehbehindertenschulen einsehen, die sich in der Vergangenheit als weniger kooperativ gezeigt haben und wir gemeinsam mit Martin Beck diesen Weg weiter gehen können." Resümiert Jürgen Becker die beiden Lehrgangstage von Hannover.

Es berichtete für Sie: MarS

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