TGU-Damen und "The Fast And The Furious" haben nichts gemeinsam

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2. Mai. 2017

Nach einer verpatzten Hinrunde kam die Bronzemedaille eher überraschend

Frankfurt-Unterliederbach - Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Torball (Samstag, 22.04.17 - Sporthalle TG Unterliederbach) gingen die Damen der TG Unterliederbach auf heimischen Terrain an den Start. In einer Hin- und Rückrunde traf man auf die Teams der BSG Langenhagen, die SG München/Karlsruhe/Hoffeld und das Team von Borussia Dortmund.

Vorrunde ohne Punktgewinn

Das Turnier begann mit einem klaren Fehlstart, denn die Niedersachsen aus Langenhagen erwiesen sich tatsächlich gemäß ihrer Landeshymne als „sturmfest und erdverwachsen“ und sollte während des Spielverlaufs jemals ein Hoffnungsschimmer bei den TGU Damen aufgekommen sein, das Auftaktmatch siegreich zu bestreiten, dann half den Nordlichtern auch noch das Aluminium der Tore. Gleichzeitig musste die TGU fünf Mal ins eigene Netz greifen: Eine deutliche Niederlage (0:5) war die Folge.

In der zweiten Partie traf man auf die Spielgemeinschaft aus Süddeutschland (SG München/Karlsruhe/Hoffeld). Die Trainervorgabe, mehr Kommunikation auf dem Spielfeld zu betreiben und mehr Stabilität in die Abwehr zu bringen, wurde recht gut umgesetzt und dennoch lag man zur Halbzeit mit 3:1 hinten. In der Schlusssekunde der Partie gelang der TGU lediglich noch der Anschlusstreffer zum 2:3.

Das Abschlussmatch der Vorrunde bescherte den TGU-Damen die Partie gegen Borussia Dortmund. ein brisantes Duell - mit einem Schalke-Fan als Trainer des Unterliederbacher Teams. Aus einer stabilen Abwehr heraus neutralisierten die Hessinnen im ersten Durchgang sämtliche Angriffe der Dortmunder und folglich stand es zur Halbzeit noch 0:0. In der zweiten Halbzeit fielen dann doch noch Tore, aber leider nur eines für die TGU und zwei für Dortmund, so das auch dieses Spiel verloren ging (1:2). Zum Ende der Vorrunde mussten die Unterliederbacherinnen somit dem Fakt ins Auge sehen, dass sie noch keine Punkte auf der Habenseite hatten.

Aufholjagd kam zu spät

Im ersten Match der Rückrunde traf die TGU erneut auf Langenhagen und dies sollten die vielleicht besten 10 Minuten des Turniertages für die Unterliederbacher Damen werden. Zur Halbzeit lagen sie bereits mit 5:1 vorn. In Abschnitt zwei verstärkten die Damen aus Niedersachsen zwar ihr Angriffsspiel. Das Team vom Unterliederbacher Geißspitzweg brachte die Führung jedoch ins Ziel und siegte am Ende verdient mit 6:4.

Nun traf Unterliederbach erneut auf die bayerisch/badisch/württembergische Spielgemeinschaft. Eine hoch konzentrierte Abwehrleistung war der Schlüssel zu einem 3:1-Erfolg der TGU-Damen.

Das Motto des Vanessa Williams-Songs: „Save The Best For Last“ konnten die Unterliederbacherinnen leider nicht in die Tat umsetzen, denn die TGU war meilenweit entfernt von der guten Abwehrleistung im Hinspiel und lag zur Halbzeit bereits mit 1:4 in Rückstand. Auch die zweiten 5 Minuten brachten keine Steigerung und schlussendlich setzte es eine 1:6-Niederlage.

Da das Quartett aus München, Karlsruhe und Hoffeld in diesem Jahr vom Verletzungspech gebeutelt war, konnten sie nicht an die hervorragenden Leistungen aus den Vorjahren anknüpfen, landeten in der Endabrechnung der Gruppenphase auf dem vierten Platz und somit reichte es für die Gastgeberinnen doch noch zum Bronzerang.

Das Endspiel bestritten die Teams der BSG Langenhagen und Borussia Dortmund. Die Dortmunderinnen konnten sich im Finale mit 5:3 gegen die Mannschaft aus dem Norden Hannovers durchsetzen und entführten somit den Meistertitel 2017 in den Ruhrpott.

Für die TGU spielten:
Elke Averesch, Gabi Eschebach-Weck, Katrin Lüdeke und Tanja Panter

Trainer:
Stephan Eschebach

Die Ergebnisse der TGU-Damenmannschaft:
TGU – BSG Langenhagen 0:5
TGU – SG München/Karlsruhe/Hoffeld 2:3
TGU – Borussia Dortmund 1:2
TGU – BSG Langenhagen 6:4
TGU – SG München/Karlsruhe/Hoffeld 3:1
TGU – Borussia Dortmund 1:6

Finale:
Borussia Dortmund - BSG Langenhagen 5:3

Video
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