Schülerbericht zur 2. Bundesliga

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9. Apr. 2017

Torball total beliebt bei Freiberger Schülern

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Bei der Austragung des Spieltags zur 2. Torball Bundesliga haben die Schüler der Klasse R8a der Oscar-Paret-Schule aus Freiberg a. N. im Rahmen eines sozialen Projektes ganz hervorragend und mit viel Engagement den Ausrichter der zweiten Bundesliga SV Hoffeld unterstützt.

Im Nachgang haben einige Schüler den Tag und ihre Erlebnisse und Wahrnehmungen in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst, den wir natürlich sehr gerne hier veröffentlichen.

Am frühen Samstagmorgen, den 18.03.17, trafen wir uns mit unserer Lehrerin Frau Stahl am Freiberg Bahnhof, um zum Spieltag der 2. Torball-Bundesliga zu fahren. Aber was ist Torball eigentlich? Torball ist eine Mannschaftssportart für Blinde, Sehbehinderte sowie Sehende.
Es spielen immer zwei Mannschaften zu je drei Spielern auf einem Feld (7x 16 Meter) gegeneinander. Die Tore erstrecken sich über die ganze Spielfeldbreite und sind somit fast so groß wie ein Fußballtor.
Die Sportler bekommen eine „Dunkelbrille“ auf, damit alle die gleichen Bedingungen haben und sie sich ganz auf ihr Gehör konzentrieren können. Denn nur so dürfen sie das Angriffsspiel der Gegner und die Absprachen des eigenen Teams wahrnehmen.
Der Ball ist beim Torball so groß wie ein Fußball und wiegt 450 Gramm. Das Spielgerät hat kleine Metallringe im Inneren, damit es von den Spielern gehört werden kann.
Damit die Torballspieler sich auf dem Spielfeld orientieren können, sind wichtige Bereiche mit Klebeband markiert. Zusätzlich befinden sich auf dem Spielfeld zwischen den beiden Mannschaftsräumen drei Leinen im Abstand von zwei Metern auf 40 cm Höhe quer über das Feld gespannt. An allen Leinen sind Glöckchen befestigt, die bei jeder Berührung klingeln. Wenn das passiert, wird ein Freiwurf ausgeführt.
Beim Torball beträgt die Spielzeit übrigens 2 x 5 Minuten; die Halbzeit ist 2 Minuten lang.
Während unserer ersten Projektwoche mit dem Titel „Soziales Engagement“ im Herbst vergangenen Jahres lernten wir Torball bereits kennen und wurden vom international erfahrenen Schiedsrichter Alexander Knecht in der Freiberger Wasenhalle im Rahmen eines Workshops in diese Sportart eingeführt. Somit waren wir gespannt auf die richtigen Profis im Torball, denen wir bereits am Eingang der Sporthalle im Stuttgarter Stadtteil Sommerrain begegneten. Nach unserer Ankunft zogen wir uns dann schnell um. Danach wurden wir von den Schiedsrichtern in unsere Aufgabe als Torrichter eingewiesen. Während der Spiele bestand unsere Aufgabe nun darin, die Bälle, die aus dem Spielfeld gerollt waren, wieder den Spielern zu geben. Dabei mussten wir darauf achten, dass der Ball beim Einrollen genau dem Spieler gepasst wurde. Am gesamten Tag standen 21 Spielbegegnungen auf dem Plan, bei denen pro Spiel jeweils vier Schüler von uns im Einsatz waren. Wir durften dabei die Profis folgender Mannschaften beobachten: SV Hoffeld II, Dortmund I und II, Kaiserslautern, Magdeburg, BSV München und Borgsdorf.
Während unserer Tätigkeit als Torrichter konnten wir hart umkämpfte Partien, aber auch Spiele mit eindeutigen Ergebnissen beobachten. Der spätere Turniersieger BSV München gewann z. B. das torreichste Spiel des Tages mit 8:3 gegen Magdeburg.
Schlussendlich stand der BSV München gemeinsam mit Dortmund II als Aufsteiger in die 1. Torball-Bundesliga fest. Magdeburg und SV Hoffeld müssen nun den Gang in die 3. Liga antreten.
Nach einem ereignisreichen Tag stärkten wir uns noch am Stuttgarter Hauptbahnhof, ehe wir gegen 19.30 Uhr wieder in Freiberg ankamen.
Autoren: Lisa Kramer und Eva-Lotte Reimer (Kl. R8a)

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