Eine sehr lange Reise hat sich gelohnt

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24. Nov. 2017

Berliner erspielten 2. Platz beim stark besetzten 43. Internationalen Torballturnier in Bozen am 11.11.2017

Eines war schon vorab klar: Wir würden für neun Torballspiele knapp einen Tag im Zug verbringen. Wir machten uns trotzdem guten Mutes auf den Weg in den Süden zum Internationalen Torballturnier in Bozen. Gespielt wurde jeder-gegen-jeden bei einer acht-minütigen Spielzeit ohne Halbzeitpause und Seitenwechsel.

Im ersten Spiel wartete dann auch gleich ein sehr spielstarker Gegner auf uns. Mit der Mannschaft aus Tirol sollten wir sogar auf den späteren Turniersieger treffen. Es entwickelte sich gleich ein sehr spannendes Spiel. Aus dem Spiel heraus konnte keiner der beiden Teams die gegnerische Abwehrreihen überwinden oder die Würfe flogen knapp am Tor vorbei. Ungefähr in der Mitte der Partie warfen wir jedoch eine Leine und Tirol konnte den folgenden Freiwurf aufgrund eines Abwehrfehlers unsererseits zur 1:0-Führung ins Tor werfen. Knapp zwei Minuten später waren wir dann an der Reihe – umgekehrtes Spiel: Tirol warf an die Leine und wir versenkten unseren Freiwurf! Bei dem für beide Seiten verdienten 1:1-Unentschieden blieb es auch bis zum Abpfiff.

Danach folgte das brüderliche Aufeinandertreffen mit der zweiten Bozner Mannschaft. Wer glaubte, dass wir uns vorab schon auf ein Unentschieden wegen des intakten Hausseegens geeinigt hätten, lag falsch. Das Spiel war hart umkämpft und es wurde sich nichts geschenkt. Bozen II ging in Führung und wir konnten das Spiel drehen. Wir mussten aber wieder den Ausgleich hinnehmen und fanden bei abwehrstarken Boznern keine Lücke. Schlussendlich stand ein 2:2 im Protokoll und wir hatten unser zweites Unentschieden erspielt.
Im dritten Spiel trafen wir auf Vorarlberg. Nun hieß es einmal den ersten Sieg einzufahren. Aber so locker leicht lief es an diesem Tag nicht und auch dieses Spiel wurde wieder zu einer knappen Angelegenheit. Wir konnten zwar in Führung gehen, was uns ein wenig Ruhe verlieh. Auch trafen wir zum 2:0, aber Vorarlberg konnte den Anschlusstreffer erzielen. Wir ließen zwar in der Abwehr nichts mehr zu, konnten aber auch unsererseits in der Offensive nicht das erlösende dritte Tor werfen. So verteidigten wir die knappe Führung bis zum Schlusspfiff. Damit hatten wir endlich die ersten zwei Punkte eingefahren!

Diesen Schwung wollten wir in das nächste Spiel gegen Bergamo mitnehmen. Das gelang sprichwörtlich und sehr überzeugend. Wir begannen offensiv druckvoll und defensiv konzentriert und gingen schnell mit zwei, drei Toren in Führung. Diese konnten wir Wurf um Wurf ausbauen. Bei zwei Gegentoren stand es am Spielende 11:2 für uns.
Unser schöner Schwung wurde leider im folgenden Spiel wieder etwas von Nizza ausgebremst. Wir gingen zwar in Führung, aber Nizza konnte direkt ausgleichen. Danach gelang Nizza die Führung und wir konnten diese ebenfalls egalisieren. Daraufhin erhöhten wir noch einmal den Druck, aber nur die lautstarken Abwehrrufe waren zu hören – nicht der Torpfiff. Dafür hörte man dann den Schlusspfiff und wir hatten wieder ein Unentschieden verbucht.

Nach einer längeren Pause mussten wir uns neu motivieren und auf den nächsten Gegner konzentrieren. Bozen III brachte uns aber wieder richtig in Schwung und wir ließen in dieser Partie nichts anbrennen. Schnelle Führungstreffer ließen die Gegenwehr bei Bozen erlahmen. Einen Gegentreffer mussten wir zwar hinnehmen, dafür konnten wir aber auch 11 Tore erzielen. Damit erreichten wir einen frühzeitigen Spielabbruch.
Nun wartete Trento auf uns, die mit harten Würfen bisher aufgefallen waren, aber auch nach Rückständen Nerven gezeigt hatten. Wir wollten am besten mit dem ersten Wurf gleich die Führung erzielen. Dies wäre uns auch fast gelungen, leider flog der Ball knapp am Tor vorbei. Aber auch die harten Würfe des Gegners konnten wir in den ersten Minuten verteidigen. Da musste ein Sprungball her, um uns zu überwinden – 1:0. Wir versuchten alles, um noch den Ausgleich zu werfen. Leider gelang dies nicht. Im Gegenteil: Einen von uns verursachten Freiwurf konnte Trento zur 2:0-Führung verwandeln. Dies war auch der Entstand.

Im darauffolgenden Spiel stand Bozen I im Spielplan. Die Gastgeber mussten gegen uns gewinnen, um noch in heimischer Halle um den Sieg mitspielen zu können. Daher stellten wir uns auf ein druckvolles Spiel des Gegners ein. Der Druck blieb jedoch aus. Dies nutzten wir um ruhig zu agieren und mit gezielten Würfen und springenden Bällen konnten wir die Bozner Abwehr drei Mal überwinden. Wir mussten hingegen nur ein Gegentor hinnehmen – so stand es am Ende 3:1 für uns. Wichtige zwei Punkte!
Im letzten Spiel trafen wir auf Zürich. Wir begannen druckvoll und konnten schnell eine 2:0-Führung herausspielen. Der Gegner warf zwar hart, aber nicht platziert, so dass wir zum Turnierabschluss die Null in der Defensive halten konnten. Offensiv warfen wir noch ein Tor – Entstand 3:0.

Das Turnier war stark besetzt. Es ging sehr knapp zu und die ersten fünf Teams nahmen sich gegenseitig Punkte weg. Am Ende erspielten wir uns mit 5 Siegen, 3 Unentschieden und nur einer Niederlage 13 Punkte - punktgleich mit den Mitkonkurrenten. Aufgrund des besten Torverhältnisses lagen wir in der Schlussabrechnung auf dem 2. Platz. Nur der Turniersieger Tirol hatte einen Punkt mehr aufzuweisen. Am Ende war es ein Unentschieden zu viel, was uns vom Turniersieg getrennt hat, aber wir sind sehr zufrieden mit dem 2. Platz. Es war ein tolles Turnier – einen herzlichen Dank nach Bozen für die sehr gute Organisation!

Abschlusstabelle:

  1. Tirol 14:4 Punkte 33:12 Tore
  2. Berlin 13:5 Punkte 35:12 Tore
  3. Bozen I 13:5 Punkte 29:11 Tore
  4. Trento 13:5 Punkte 30:17 Tore
  5. Bozen II 13:5 Punkte 24:16 Tore
  6. Bergamo 10:8 Punkte 25:34 Tore
  7. Nizza 6:12 Punkte 17:14 Tore
  8. Zürich 6:12 Punkte 12:21 Tore
  9. Vorarlberg 2:16 Punkte 10:25 Tore
  10. Bozen III 0:18 Punkte 11:64 Tore

Unsere Spiele:
Berlin – Tirol 1:1
Berlin – Bozen II 2:2
Berlin – Vorarlberg 2:1
Berlin – Bergamo 11:2
Berlin – Nizza 2:2
Berlin – Bozen III 11:1 (vorzeitiger Spielabbruch)
Berlin – Trento 0:2
Berlin – Bozen I 3:1
Berlin – Zürich 3:0

Für Berlin spielten Christian Mair, Dino Capovilla und Jörg Bechtold
In Gedanken wurden wir unterstützt von Martina und Frodo.

Jörg Bechtold

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