Ein Tag, an dem alles klappte!

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1. Mär. 2017

PRSV Halle steigt souverän in die 2. Bundesliga auf

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Nun war es soweit. Der Spieltag der 3. Bundesliga am 18. Februar in Nürnberg stand vor der Tür. Nachdem wir im Vorjahr bei unserem Heimspiel in Halle knapp am Aufstieg in die 2. Liga gescheitert waren, war es natürlich unser Ziel dieses Ergebnis vom letzten Jahr zu korrigieren. Vor allem wollten wir nicht wieder so schlecht in den Turniertag starten. Damals hatten wir die ersten beiden Spiele verloren und dann aber jede Partie für uns entschieden. Dieser Aufschwung kam aber zu spät und wir scheiterten am Torverhältnis um aufzusteigen. Dieses Jahr wollten wir von Anfang an präsent auf dem Spielfeld sein, um nicht vorzeitig unsere Chancen zu verspielen.

So fuhren wir am Freitag schon mit großen Hoffnungen gen Nürnberg. Vorbereitet hatten wir uns gut. Am Wochenende vor der Reise nach Nürnberg waren die Berliner Torballer bei uns noch einmal zum Training. Vielen Dank dafür! So konnten wir den „Ernstfall“ noch einmal proben.
In Nürnberg am Abend angekommen fanden wir dann Dank fast perfekter Navigation unsere sehr schöne Unterkunft. Nach einem Kaltgetränk beim sich in der nähe befindenden Griechen sollte es dann zeitig ins Bett gehen um, den schon erwähnten Fehlstart am nächsten Tag zu vermeiden. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen brachte uns dann unser „Herbergsvater“ in die Sporthalle.
Dort trafen wir uns mit unserem fünften Mitspieler, Christian, der mit seinem Vater mit dem PKW nach Nürnberg gekommen war. Jürgen unterstützte uns den ganzen Tag, ob beim Abkleben der Augen, beim Versorgen mit Getränken und sorgte letztenendes noch dafür, dass zwei unserer Spieler ihren Anschlusszug in Halle erreichten, indem er sie mit dem Auto dort hinbrachte. Vielen lieben Dank dafür auf diesem Wege!

Nun zum Turnier: Wir waren mit fünf Spielern angereist. Mario ist erst seit einigen Wochen in unserem Torball-Team. Vielleicht ein Vorteil, er hat den letztjährigen Qualifikationskrimi nicht miterlebt. Aber er hatte beim Louis Braille Turnier schon einen tollen Einstand in unsere Mannschaft.
Auf ging‘s ins erste Spiel gegen Hannover-Langenhagen. Und Mario kam gleich zum Einsatz. Wir hatten uns einen Spielplan erstellt, indem wir zumindest für die ersten Halbzeiten die Positionen unserer Spieler festgelegt haben. Da wir keinen Coach dabei hatten, war das sicher keine schlechte Lösung. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann flexibel reagieren. Gegen das Team aus Langenhagen hatten wir einen perfekten Start in das Spiel. Schnell stand es 5:0. Da kommt die Idee auf, es ist schon alles gelaufen. Aber wir hatten wohl nicht mit der Kampfkraft unseres Gegenübers gerechnet. In der 2. Halbzeit kamen die Langenhagener Tor um Tor näher. Und hätte Christian nicht 2 Teampenaltys gehalten, wäre uns der 7:5 Erfolg wohl nicht geglückt.
Nun ging es in die 2. Partie. Die Mannschaft aus Augsburg stand uns gegenüber. Uns war es so in Erinnerung, dass das Augsburger Team sich sehr gut auf springende / hoppelnde Bälle verstand. Wir versuchten unsere Abwehr dahin gehend zu positionieren, was uns auch gut gelang. Die Augsburger fanden kaum einen Weg durch unsere Abwehrreihen und wir konnten das ein oder andere Tor erzielen. Endstand 6:1.
Das war nun erst einmal ein ganz gelungener Start ins Turnier. Doch nun sollten wir auf das vermeintlich stärkste Team stoßen. Die Gastgeber aus Nürnberg. Sie hatten ihre beiden ersten Spiele souverän mit 11:4 und 8:2 gewonnen. Da war höchste Aufmerksamkeit geboten. Und es sollte auch ein sehr interessantes Spiel werden. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht sagen, dass es quasi ein vorgezogenes Endspiel um den Turniersieg ist. Und wieder hatten wir einen guten Start ins Spiel und konnten schnell 2:0 in Führung gehen. Jedes mal wenn die Nürnberger den Anschlusstreffer erzielten, konnten wir fast immer im Gegenzug den alten Abstand wieder herstellen. Das war natürlich Balsam für die Nerven. So konnten wir dieses Spiel nach einer konzentrierten Leistung mit 6:3 für uns gestalten. Das war wichtig.
Nun hatten wir eine längere Pause bis zum nächsten Spiel. Da viel uns erst einmal auf, wie toll die Gastgeber das Turnier organisiert hatten. Für beste Verpflegung war gesorgt und stets stand eine hilfreiche Hand zur Seite, wenn sie gebraucht wurde. Da gab es nix zu meckern. Nach einigen Stücken Kuchen hieß es nun wieder zum eigentlichen Grund unserer Reise zurückzukommen.
Körper und auch der Kopf mussten wieder auf die Spielfläche. Unser nächstes Spiel ging gegen die Torballer aus dem Kiez, aus St. Pauli. Viele schöne Erinnerungen haben wir an einige Turniere dort. Das sollte jetzt aber keine Rolle spielen. Für die Hamburger lief es bei diesem Turnier noch nicht so toll. Aber wir wussten ja, wie es uns letztes Jahr ging. Nach zwei verlorenen Spielen platzte der Knoten. Also Vorsicht war geboten. Aber wieder hatten wir einen Blitzstart und brachten unsere Gegenspieler sofort in Zugzwang. Es lief einfach. Irgendwie hatten wir auch alle an diesen Tag ganz gut Zielwasser getrunken. Das Spiel endete 8:2.
Nun hatten wir noch zwei Spiele vor uns. Von zwei unserer Spielkameraden mussten wir nun Abschied nehmen. Sie mussten aus organisatorischen Gründen schon die Heimreise antreten. Nun hieß es für die verbleibenden drei weiterkämpfen und vor allem nicht verletzen, denn Ersatz war nicht mehr da. Unser nächster Gegner, die Mannschaft aus Hoffeld, musste nach einer Verletzung eines Spielers auch das Team umstellen. Nach diesem Missgeschick, wohl in ihren ersten Spiel fanden sie auch nicht mehr so richtig ins Turnier. Unser Spiel gegen Hoffeld fing zäh an. Sollten uns unsere jetzt fehlenden Mitspieler doch nervös machen. Kein Blitzstart wie in den anderen Spielen. Zur Halbzeit stand es 2:1 für uns. Es war also noch alles offen. Doch nach der Halbzeitpause sollte wie so oft an diesen Tag wieder alles klappen und wir konnten das Spiel noch 10:2 für uns gestalten.
Nun stand noch eine Partie vor uns. So ganz sicher waren wir uns noch nicht ob es diesmal mit dem Aufstieg geklappt hatte. Wir wussten, Nürnberg hat nur ein Spiel verloren, gegen uns. Bei Langenhagen waren wir uns nicht ganz sicher.
Beim Betreten der Spielfläche, gegen unseren letzten Rivalen, die Mannschaft aus Unterliederbach. flüsterte uns aber jemand ins Ohr, dass der Aufstieg perfekt ist. Das war schon mal ein beruhigendes Gefühl. Jetzt ging es noch um den Turniersieg. Unser letzter Erfolg bei einem Turnier ist wohl schon eine Weile her. Deshalb lohnte es sich, nochmal richtig zu konzentrieren. Die 3. Mannschaft aus Unterliederbach setzt auf die Zukunft. Eine Mischung aus ganz jungen und erfahrenen Spielern. Da braucht man sich um Nachwuchs keine Sorgen machen. Und an diesem Tag hatten sie schon gezeigt, dass sie voll konkurrenzfähig sind. Sie hatten einige Spiele knapp verloren und hätten mit etwas Glück auch in den Aufstiegskampf einsteigen können. Und so zeigte sich auch schnell, dass unser letztes Spiel kein Selbstläufer wird. Trotzdem konnten wir uns mit einer guten Abwehrleistung mit 6:2 gegen Unterliederbach durchsetzen.
Nun war es geschafft! Aufstieg in die 2. Torballbundesliga - Hurra! Das wir auch noch mit sechs gewonnen Spielen das Qualifikationsturnier gewinnen konnten, ist für unsere Mannschaft ein großer Erfolg.
Nun freuen wir uns auf die Spiele in der 2.Bundesliga, bei denen wir hoffentlich unsere Torballkollegen aus Magdeburg wieder treffen werden und es wieder ein Sachsen-Anhalt Derby gibt.

Für Halle (Saale) spielten Mario Kleist, Kay Simroth, Carsten Hesse, Christian Reichel und Lutz Egeling.

Betreut wurden wir von Jürgen Reichel

Februar 2017, Lutz Egeling

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