Porträt Martin Beck

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Der Jugendbeauftragte Martin Beck im Portrait

"Torballsport für Schüler und Jugendliche bekannter machen!"

Martin Beck aus Langenhagen bei Hannover wurde 2015 als Jugendbeauftragter in den Vorstand der Abteilund Torball im DBS e.V. gewählt. Im Portrait auf Blindentorball.de spricht er über seine Vergangenheit im Torballsport, seine Tätigkeit als Jugendbeauftragter sowie die Pläne für die Zukunft.

Sportler auf der Ladefläche eines Kleintransporters befördert

Den ersten Kontakt mit dem Torballsport hatte Martin Beck im Alter von 19 Jahren: "1969 wurde von der VSG (heute BSG) Langenhagen die Deutsche Torball-Meisterschaft ausgerichtet. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mussten wir in drei Hallen spielen, die jeweils ein bis zwei Kilometer auseinanderlagen. Ich habe die Mannschaften in einem Kleintransporter ohne Sitzfläche auf der Ladefläche zwischen den Hallen hin und her transportiert. Danach war erst einmal lange Nichts." Beschreibt er seine erste kuriose Begegnung mit dem Blindensport.

Interesse am Torballsport entwickelte sich

Einige Jahre später hat Martin Beck dann das Torballfieber gepackt: " Als die BSG dann die nächste Deutsche Meisterschaft ausrichtete (Übrigens: unsere Damen wurden in diesem Jahr auch Deutscher Meister), war ich in meiner Funktion als Vereinsvorsitzender zunächst nur am Rande beteiligt. Gleichwohl hatte ich zu dieser Zeit verstärkt Interesse am Torball entwickelt und wie es so meine Macke ist, wollte ich es dann auch richtig machen." Erklärt Beck und ergänzt: " Ich habe mich dann zum Schiedsrichter ausbilden lassen. Seit 2009 bin ich Bundesschiedsrichter für Torball. Bald darauf habe ich die Betreuung unserer Damenmannschaft in Langenhagen übernommen."

Torball soll auch zukünftig eine "gewichtige Rolle spielen"

Seit 2015 hat Martin Beck in seiner Funktion als Jugendbeauftragter die Nachwuchsarbeit im Torballsport im Blick: "Ich möchte den Torballsport für Schüler und Jugendliche interessant und bekannt machen, damit Torball auch weiterhin im Bereich des Behindertensportverbandes eine gewichtige Rolle spielen kann." fasst er seine Motivation zusammen und verweist auf erste Erfolge: "Ich habe an der Entstehung der ersten Deutschen Meisterschaft für Schülerinnen und Schüler wesentlich mitgearbeitet und möchte diese Veranstaltung als Dauereinrichtung für Blinden- und Sehbehindertenschulen in ganz Deutschland institutionalisieren."

Teilhabe am Sport ermöglichen

Für die Zukunft hat sich Martin Beck ein "großes Ziel" gesetzt und nimmt dafür auch die Politik in die Pflicht: "Ich möchte erreichen, dass Schülerinnen und Schüler mit Handicap nicht wegen ihrer Einschränkungen auch noch an der Teilnahme bei Sportveranstaltungen ausgeschlossen werden. Ein Riesenproblem dabei ist die Frage der Beförderung der Jugendlichen mit Handicap zu den Veranstaltungen sowie die anschließende Heimfahrt. Die Trägerorganisationen, die diesen Dienst leisten müssen, drücken sich hier mit fadenscheinigen Gründen vor ihrer Verantwortung und schieben sie auf die Schulen." erläutert er die unbefriedigende Situation und fordert: "Hier muss eine politische Lösung her, die es möglich macht, dass Schülerinnen und Schüler nach einer Sportveranstaltung auch außerhalb der üblichen Beförderungszeiten noch nach Hause kommen. Als prominentes Beispiel kann ich hier die erste Schüler-DM im Torball (2016 in Hannover) anführen: Dieser Punkt war ein wesentliches Kriterium für die Nichtteilnahme von Schulen an der Deutschen Schulmeisterschaft!"

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